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Das seit September 2014 am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn laufende DFG-Projekt „Entwicklung eines MEI- und TEI-basierten Modells kontextueller Tiefenerschließung von Musikalienbeständen am Beispiel des Detmolder Hoftheaters im 19. Jahrhundert (1825–1875)“ setzt sich erstmals im Detail mit den überlieferten Quellen aus der Blütezeit des Detmolder Hoftheaters auseinander. Dazu zählen neben den in der Lippischen Landesbibliothek Detmold verwahrten historischen Aufführungsmaterialien und Aktenbeständen ergänzende Materialien aus dem Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Personalakten etc.) und dem Staatsarchiv Osnabrück (Theaterzettel).

2824“Altes” Hoftheater, erbaut 1825, eröffnet am 8. November 1825 mit Mozarts “Titus”

Innerhalb der laufenden Projektphase wird zunächst eine Auswahl der überlieferten Quellen detaillierter beschrieben. Als Erschließungsgrundlage werden dabei die seit den 1980er Jahren vorliegen-den RISM-Datensätze herangezogen, die dank der jüngsten Linked Open Data Initiative von RISM in das Datenformat der Music Encoding Initiative (MEI) konvertiert und anschließend angereichert werden können. Es geht dabei neben der Datierung der Materialien z. B. um die Erfassung von Incipits, aller auf den Materialien überlieferten Personendaten und der enthaltenen Striche und Einlagen.

Alle zu erschließenden Dokumente werden entweder vollständig oder als Regesten in MEI oder TEI erfasst, sodass das Zusammenwirken der beiden Standards ausgiebig erprobt und vor allem der MEI-Standard im Hinblick auf seine Einsetzbarkeit in musikbibliothekarischen Anwendungsgebieten weiter entwickelt werden kann. Gleichzeitig werden exemplarisch auch Edirom-erschlossene Faksimiles eingebunden. Das im Rahmen des Projekts zu konzipierende Modell zielt auf eine langfristige Nachnutzbarkeit in ähnlichen Erschließungsprojekten.